Liebe Bauherrinnen & Bauherren, es ist unglaublich, aber innerhalb von knapp einer Woche hat sich unser Baugrundstück in eine absolute Baustelle verwandelt. Mittlerweile steht bereits unsere Bodenplatte auf unserem Grundstück und wurde von unserem Bauleiter erfolgreich abgenommen. Eine genaue Stellwoche für unser Haus haben wir ebenfalls bereits erhalten. Nun sollten wir in den kommenden 14 Tagen unseren genauen Stelltag sowie einen Bauablaufplan für den späteren Innenausbau erhalten. Absolut unfassbar, wie schnell das nun alles geht. Wir beide haben unsere Bauarbeiter jeden Tag auf der Baustelle besucht und Sie mit Brotzeit sowie Getränken versorgt. Schließlich hatten Sie bei Temperaturen um die 10 Grad und Nieselregen nicht gerade die besten Bedingungen. Gefreut haben sich die Handwerker jedenfalls riesig über unsere Brotzeit, denn leider ist das heutzutage wohl nicht mehr selbstverständlich.

Doch nun alles der Reihe nach, was ist bisher so passiert?

22. Oktober – Baubeginn

Am 22. Oktober war es endlich soweit und unser Erdbauer hat mit den Erdarbeiten begonnen. Zuallererst hat der Baggerfahrer den Mutterboden am Grundstück „abgezogen“ und seitlich gelagert. Bei einer Fläche von fast 800qm kam da doch einiges zusammen. Den Humus werden wir allerdings bei der späteren Gartengestaltung wieder verwenden weshalb wir diesen nur teilweise abgefahren haben. Anschließend hat unser Erdarbeiter dann die Baugrube ausgehoben. Hier kam reichlich Lehmboden zu Tageslicht, was für uns allerdings nicht unbedingt negativ war. Der Boden ist dadurch sehr früh tragfähig und wir mussten keinen teueren und aufwändigen Bodenaustausch vornehmen. Bei weichem Boden kann es passieren, dass man sehr tief graben muss und das Loch anschliessend wieder mit tragfähigem Boden verfüllen muss. Eine nicht gerade günstige Angelegenheit von der wir zum Glück verschont geblieben sind. Nach knapp 2,5 Tagen und einigen LKW Ladungen Schotter später war unser Erdbauer auch schon fertig und hatte das Plenum für die Bodenplatte vorbereitet.

Unser Grundstück im abgezogenen Zustand.

Schnurgerüststellung & Feinabsteckung
Nach der Fertigstellung des Plenums musste unser Gebäude, von dem durch uns beauftragten Vermesser, noch fein abgesteckt werden. Hier gab es für uns kleinere Probleme die wir allerdings nach ein Paar Telefonaten mit unserem Bauleiter von Knecht sowie Haas relativ schnell klären konnten. Da wir unsere Bodenplatte direkt bei Haas beauftragt hatten und es mittlerweile aber neue Verträge zwischen der Firma Knecht und Haas gibt war es nicht ganz klar, dass bei uns das Schnurgerüst im Leistungsumfang enthalten war. Hier lohnt es sich definitiv genau hinzuschauen denn ein Schnurgerüst kann auch schnell bis zu 500 Euro kosten. Das Problem musste auch relativ schnell gelöst werden, da der Vermesser sich bereits für Montag Nachmittag zur Feinabsteckung angekündigt hatte. Doch wie gesagt, durchs „miteinander reden“ konnten wir dieses Problem schnell lösen. Unser Vermesser hat dann am Montag Nachmittag die Feinabsteckung am Schnurgerüst erfolgreich vorgenommen. Nun konnte unsere Bodenplatte also kommen.

Das Schnurgerüst steht und der Vermesser hat bereits die Feinabsteckung mit Nägeln vorgenommen (Rote Striche)

Unsere Bodenplatte kommt
Nachdem das Wetter einigermaßen mitspielte hatten wir Glück und die Firma Knecht hat unsere Bodenplatte direkt um eine Woche vorgezogen. Insgesamt wurde unsere Bodenplatte an drei Tagen fertiggestellt. Auch hier waren die Handwerker sehr fleissig und haben wirklich super gearbeitet.

Tag 1:
An Tag eins haben die Handwerker unsere Frostschürzen ausgehoben und bereits die späteren Rohre für Kanal sowie die Mehrspartenhauseinführung gesetzt. An der Stelle ein Hinweis: In der Regel müssen sich die Bauherren eine Mehrspartenhauseinführung selbst organisieren. Diese Mehrspartenhauseinführung ist heutzutage Pflicht und kostet etwa 700 Euro. Je nach Ausführung sind die Preise hier allerdings verschieden.
Da das Wetter an diesem Tag relativ ungemütlich war haben die Handwerker bereits am Nachmittag Feierabend gemacht.

Tag 1, die Frostschürzen sind ausgehoben und die Rohre gesetzt.

Tag 2:
An diesem Tag ist auf der Baustelle der erste Beton geflossen. Die am Tag zuvor ausgehobenen Frostschürzen wurden vollständig mit Beton gefüllt. Sie sollen unser Haus/Bodenplatte vor starkem Bodenfrost schützen. Zusätzlich haben die Handwerker die ersten Elemente für die Schalung gesetzt und die Dämmung wurde geliefert.

Tag 2, die Frostschürzen wurden betoniert und die ersten Schalungselemente angebracht.

Tag 3:
Ein echter Meilenstein in unserem Bautagebuch ist erreicht. Am 2.November wurde unsere Bodenplatte erfolgreich gegossen. Bevor dies allerdings passieren konnte wurde die Schalung für den Beton fertiggestellt und die Dämmung unter der Bodenplatte angebracht. Auch die Erdungsanlage wurde in die Bodenplatte eingebracht. Kleiner Tipp: Achtet hier unbedingt darauf, ob diese Leistung bei eurer Bodenplatte enthalten ist, das ist nämlich sehr oft nicht klar definiert. Am Nachmittag wurde unsere Bodenplatte dann vollständig gegossen und war fertig. Insgesamt waren 2,5 Betonmischer für die vollständige Bodenplatte und zusätzlich noch 2 Betonmischer für die Frostschürzen nötig. Da kommt also schon eine ganze Menge zusammen, schließlich soll das Haus auf einem stabilen Fundament stehen :).

Abnahme der Bodenplatte
Glücklicherweise konnte unser Bauleiter uns auch noch direkt in der gleichen Woche für die Abnahme der Bodenplatte mit einplanen. An diesem Termin haben unser Bauleiter und der Bauleiter von Knecht die Bodenplatte in etwa zwei Stunden abgenommen und vermessen ob alles mit den Plänen übereinstimmt. Bei uns wurde sauber gearbeitet und es gab nichts zu beanstanden. 🙂

Die nächsten Schritte
Kommende Woche rückt unser Erdarbeiter nochmals mit dem Bagger an und stellt den Anschluss an den Kanal her. Zusätzlich setzt er unsere 6000L Zisterne und erstellt die Streifenfundamente für die Garage. Unser Haustechniker rückt ebenfalls an und führt die Frischwasserleitung direkt durch die Mehrspartenhauseinführung ins Haus. So kann unser Bauwasseranschluss direkt im Haus montiert werden. Da sich unsere Bauzeit nämlich über die Wintermonate erstreckt könnte es hier zu Problemen kommen wenn das Bauwasser im Außenbereich montiert wird. In KW51 soll unser Haus dann noch pünktlich eine Woche vor Weihnachten geliefert werden. Wir freuen uns schon sehr darauf, denn ein größeres Weihnachtsgeschenk kann man sich fast nicht vorstellen. Selbstverständlich werden wir euch wieder davon berichten 🙂 Bis dahin, bleibt alle gesund!