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Viele haben diese Art der Baunebenkosten garnicht so wirklich auf dem Schirm, für den Bau eines Hauses sind sie allerdings sehr wichtig. Der Vermesser muss beim Bau eines Hauses durchaus öfter auf eurem Grundstück „antanzen“. Insgesamt kann man mit etwa 2000-3000 Euro für einen Vermesser einplanen. Selbstverständlich variieren diese Kosten je nach Grundstücksgröße und Baukostensumme.

Grundstückseinmessung
Bei uns musste der Vermesser in der Phase der Planung das Grundstück nochmals exakt vermessen. Beim Vermessen des Grundstücks sucht der Vermesser zum Beispiel verlorene Grenzsteine auf oder vermisst diese neu. Selbstverständlich wird heutzutage nichtmehr mit Maßband und Zollstock vermessen sondern mit hochmodernen GPS Vermessungsgeräten. Die Vermessung darf in den meisten Bundesländern nur noch von anerkannten Vermessern durchgeführt werden. Bei Fragen steht das ansässige Landesamt für Vermessung (ehemals Vermessungsamt) sicherlich mit Rat und Tag zur Seite. Die Kosten für einen Vermesser werden nach vorgegeben Sätzen berechnet. Hier gibt es meist nur sehr wenige Abweichungen der unterschiedlichen Anbieter. Vergleichen kann aber auch hier sicherlich nicht schaden. Wir haben uns für einen ortsansässigen Vermesser entschieden.

Grobabsteckung
Am 1. Oktober war unser Vermesser dann nochmals am Grundstück um unser Haus „grob“ abzustecken. Die Grobabsteckung des Hauses benötigt man für die Erledigung der Erdarbeiten. Eine Grobabsteckung ist meist auf etwa 5cm genau. Für die Erdarbeiten ist dies völlig ausreichend. Bei der Grobabsteckung werden die Ecken eueres Hauses mit roten Holzpfosten markiert. So weiß der Erdbauer genau wo er mit dem Bagger ausgraben muss. Hier unser Instagram Post zur Grobabsteckung:

Feinabsteckung
Das nächste mal benötigen wir den Vermesser dann nochmals für die Feinabsteckung des Gebäudes. Die Feinabsteckung wird oftmals auch Schnurgerüstabsteckung genannt, da in diesem Schritt das für die Bodenplatte nötige Schnurgerüst erstellt wird. Sicherlich habt Ihr solch ein Schnurgerüst schon öfter gesehen, meistens ragt ein „Holzgerüst“ an den Ecken der Bodenplatte aus dem Grundstück. Ist das Schnurgerüst erstellt, kann es bei uns auch schon losgehen und die Bodenplatte wird gegossen. Oftmals benötigt die Gemeinde/das Landratsamt daraufhin eine Einmessbescheinigung. Sollte dies der Fall sein, steht dies in eurer Baugenehmigung. Wir benötigen diese Bescheinigung zum Glück nicht, denn leider kostet auch sie nochmals um die 500,- Euro. Selbstverständlich sind auch diese Kosten vom Bauvorhaben abhängig.

Gebäudeeinmessung
Den Vermesser benötigen wir dann erst wieder wenn unser Haus fertig gestellt wird oder wir vielleicht sogar schon eingezogen sind. Denn auch das endgültige Gebäude muss nochmals vermessen werden, damit dies im neuen Flurkartenauszug der Gemeinde korrekt platziert werden kann. Die finale Einmessung kann entweder selbst bei einem Vermesser beauftragt werden oder wird im anderen Fall direkt vom Landesamt für Vermessung durchgeführt. Leider ist dies Pflicht und kostet auch nochmals extra.

Die Kosten für einen Vermesser sind bei Haas nicht im Preis enthalten, diese Kosten sind somit Bauherrenleistung und müssen auch selbst organisiert werden. Deshalb empfehle ich euch, diese Kosten unbedingt auf der Liste der Baunebenkosten mit aufzunehmen. Übrigens: Bei uns gehts in 14 Tagen mit den Erdarbeiten los, wir sind schon sehr gespannt und freuen uns riesig, dass nun endlich etwas passiert am Grundstück. Nach aktuellem Zeitplan soll unsere Bodenplatte dann in der ersten Novemberwoche geliefert werden. Drückt uns die Daumen, dass alles so klappt wie geplant. Wir werden euch selbstverständlich davon berichten.

Überblick Vermesser – Hier benötigt Ihr einen Vermesser:

  • Grundstückseinmessung
  • Grobabsteckung des Gebäudes für Erdarbeiten
  • Schnurgerüstabsteckung/Feinabsteckung
  • Gebäudeeinmessung des finalen Gebäudes

Info: Ich übernehme keine Gewähr auf Richtigkeit der im Beitrag genannten Angaben. Die Anforderungen, Preise etc. können von Bundesland zu Bundesland verschieden sein. Für korrekte Auskünfte wendet euch am besten an eueren Architekten, einen Vermesser oder das jeweilige Landesamt. Viel Spass beim Bauen! 🙂