Endlich, unser großer Tag war gekommen. Am Dienstag 15.12.2020 wurde unser Haus gestellt. Das klingt irgendwie komisch, es war aber tatsächlich so – unser Haus, zumindest die Wände, wurden wirklich an einem Tag vollständig aufgestellt.

Stelltag 1:
Es war 6:30 Uhr am Morgen als der Montagetrupp bereits mit Stirnlampen und Baustrahlern mit der Arbeit begonnen hat. Zuallererst wurde die Bodenplatte für die Hausstellung vorbereitet. Dafür musste eine Folie auf der Bodenplatte angebracht werden. Um 7:00 Uhr war es dann soweit, der erste LKW, beladen mit unserem Untergeschoss, rückte an. Für uns war es das schönste Weihnachtsgeschenk, das HAAS uns machen konnte. Hausstellung eine Woche vor Weihnachten. Leider hatten wir Probleme mit unserem Bauwasseranschluss, da unser Installateur zu spät zur Montage kam. Die Handwerker vom Stelltrupp konnten sich aber zum Glück von der Nachbarbaustelle einige Eimer mit Wasser organisieren. Mehr Wasser wurde am Stelltag zum Glück nicht benötigt. Unser Bauwasser wurde dann um 11 Uhr ebenfalls eingerichtet. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt haben wir uns es nicht nehmen lassen, bei diesem großartigen Augenblick dabei zu sein. Um Punkt 8:08 schwebte die erste Wand ein und wurde mit Mörtel auf der Bodenplatte befestigt. Dann ging es wirklich schlag auf schlag, eine Wand wurde nach der Anderen gesetzt. Zur Mittagszeit konnten wir bereits durch unser fertiges Erdgeschoss inkl. Zwischendecke laufen. Das war wirklich ein sehr bewegender Augenblick, das erste mal durch sein zukünftiges Zuhause zu laufen. In diesem Moment wurden all die Pläne der vergangenen Monate Realität. Selbstverständlich haben wir unsere fleissigen Handwerker auch diesmal wieder mit ordentlich Brotzeit, Kaffee und Getränken versorgt. Wir haben extra für sie eine kleine Biertischgarnitur aufgestellt. Jeder Handwerker freut sich immer sehr darüber, wenn er so Wertgeschätzt wird. Für alle, die es interessiert was bei den Handwerkern am Speiseplan stand 🙂 : Kartoffeleintopf, Gulascheintopf und Würstchen. Da es doch sehr kalt war haben sie sich über eine warme Mahlzeit sehr gefreut. Am Nachmittag von Tag eins wurden dann die Wände des Obergeschosses montiert. Zur Feier des Tages hat uns auch unsere Handelsvertreterin besucht und mit uns auf unser neues Eigenheim angestoßen. Zum Tagesabschluss hat unser Stelltrupp dann noch die Obergeschossdecke montiert. Dadurch war das OG bereits ein wenig vor Wind und Wetter geschützt. Mit dem Wetter hatten wir übrigens absolutes Glück. An allen drei Stelltagen blieb es komplett trocken. Die Temperaturen waren sogar leicht über dem Gefrierpunkt. Als hätten wir das für uns bestellt. Die Stelltrupps sind aber fast bei jeder Witterung tätig. Bei Regenwetter hätte ich persönlich aber doch ein wenig Sorge bzgl. der Nässe im Haus.

Stelltag 2:
Auch am zweiten Tag waren die Männer bereits um 7:00 Uhr wieder fleissig. Da der Weihnachtsurlaub kurz bevor stand hatte man das Gefühl, dass die Männer auch zügig fertig werden wollen. In der Früh wurde auch gleich die Dachspitze montiert. Anschliessend kam der vierte und letzte LKW mit unserem Dach angefahren. Die LKWs sind übrigens alle direkt von Haas und nicht von irgendwelchen Spediteuren. So wird gewährleistet, dass unser Haus auch wirklich sorgfältig transportiert wird. Auch heute war es wieder sehr imposant zuzusehen, wie die wuchtigen Dachelemente aufs Dach gehoben wurden. Alle Elemente waren bereits mit der nötigen Dämmung versehen. Sogar unser Dachfenster war bereits eingebaut. Ich war sehr happy, dass unser Haus bereits am zweiten Tag komplett vor dem Regen geschützt war. So konnten wir am zweiten Stelltag unser Richtfest feiern. Aufgrund von Corona gab es leider keine „Feier“. Einen kleinen Richtbaum haben wir allerdings trotzdem aufs Dach gestellt. Die Feier werden wir dann sicherlich im Sommer irgendwann nachholen. Auch unsere Nachbarn waren erstaunt darüber, wie schnell unser Trupp gearbeitet hat. Für sie war es ebenfalls beeindruckend, dass an dem Platz, wo morgens nur eine Bodenplatte war, am Abend bereits ein Haus steht. Kaum zu glauben, hatte man früher dafür doch mehrere Monate oder sogar Jahre benötigt. Für mich war gerade diese Geschwindigkeit mit ein Grund, warum wir uns für die Holzständerbauweise entschieden haben. Zum Abschluss des Tages wurde es nochmals spannend, denn unser Fertigschornstein der Firma Schiedel wurde eingebaut.

Stelltag 3:
Den dritten Tag kann man eigentlich fast nichtmehr als „Stelltag“ bezeichnen. An diesem Tag wurden noch einige Restarbeiten gemacht und das Dach eingedeckt. Darüber war ich absolut glücklich, denn bei der Firma Haas stand ab Freitag der dreiwöchige Weihnachtsurlaub an. Zusätzlich haben die Handwerker noch die sog. Baubinde (Bereich zwischen Obergeschoss und Untergeschoss) mit der nötigen Isolierung versehen. Der Spengler war ebenfalls fleissig und hat bereits früh am Morgen die Regenrinnen montiert. Zum Abschluss haben die Handwerker die Baustelle noch wirklich sauber aufgeräumt. Dafür wurde an diesem Tag auch der Container geliefert den wir bei Haas beauftragt haben. Unser Stelltrupp war übrigens ein Subunternehmen der Firma Haas mit überwiegend polnischen Mitarbeitern. Der Kran sowie Kranfahrer und alle LKWs inkl. Fahrer kamen direkt von der Firma Haas. Alle Kollegen haben super zusammengearbeitet, jeder Hangriff ist gesessen. Ein Kompliment an dieser Stelle nochmals an den Trupp.

Unsere Hausstellung im Kurzüberblick:
Tag 1: Montage Wände & Decken für EG und OK
Tag 2: Montage Dachstuhl
Tag 3: Dacheindeckung + Restarbeiten